Grüß Gott und herzlich willkommen in der
Evangelischen Stephanusgemeinde Tübingen!

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Gemeindeglieder!

Auf dem Waldfriedhof in Bad Liebenzell lädt diese bronzene Figurengruppe zur Betrachtung ein. Eine ungeheure Dynamik bestimmt die Szene. Es ist, als werde der Auferstandene gerade zum Himmel emporgehoben. Sein Haupt ist von einem Heiligenschein umgeben, seine Rechte zum Segensgruß erhoben. Das erinnert an Darstellungen, die Christus als den kosmischen Allherrscher zeigen, auch wenn seine Linke hier, anders als in der Tradition, kein Buch hält, sondern zum Gruß erhoben ist. Umringt ist der Auferstandene von Menschen, die ihm nachschauen, anbetend, voller Ehrfurcht.
Bildprägend ist auch das Kreuz. Es ist, als fahre Christus direkt vom Kreuz oder gar an ihm in den Himmel auf. Direkt am Fuß eine Frau, die betend mit gesenktem Haupt am Kreuz kniet – Erinnerung an die trauernde Maria bei der Kreuzigung.
Das Überblenden von Kreuz und Auferstehungsherrlichkeit lässt an den Evangelisten Johannes denken. Denn für diesen ist die Kreuzigung Jesu seine Erhöhung und Verherrlichung. Zugleich hält es fest, dass es eben der Gekreuzigte ist, den Gott auferweckt und erhöht hat.
Eine weitere Bedeutungsebene erschließt sich vom Standort der Figurengruppe aus. Schon in der frühen Kirche bildet sich die Vorstellung aus, Christus sei direkt aus seinem Grab in den Himmel aufgefahren. Die Gruppe der anbetenden Menschen jedenfalls lädt dazu ein, sich als Betrachter dazu zu stellen und mit ihnen den Blick zu heben: von der Gräber-Erde in den Himmel, aus der Trauer zum Leben – unter dem Segen des Auferstandenen.

Herzliche Segenswünsche,

Ihr Pfarrer Kim Apel

 

Die Bronzeplastik zeigt eine Kreuzigungsgruppe auf dem Ehrengrab von Paul Vowinkel auf dem Friedhof in Bad Liebenzell. Hergestellt wurde sie von Hermann Schilcher in der Firma Binder-Bronzen in Süßen. Eine sehr schöne Arbeit!

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    Für die im September beginnende Pilotphase des neuen Projektes „Kirche als lernende Gemeinschaft“ hat das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW) Ilse-Dore Seidel beauftragt. Sie ist bisher Landesreferentin im CVJM Württemberg. Das Projekt soll drei Jahre laufen.

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