Was ist der "Grüne Gockel"?

Der „Grüne Gockel“ ist ein zweijähriges Programm, der Weg zu einem

System des Umweltmanagements. Das Ziel ist, auf allen Ebenen des Gemeindelebens ökologische Belange zu berücksichtigen und zu unterstützen. Das betrifft den Verbrauch von Strom, Gas, Wasser, von Papier und Reinigungsmitteln und Benzin, die Bepflanzung und Nutzung des Umfelds der Kirche.

Auch die Inhalte der Gemeindeveranstaltungen, auch die Liturgie und die Predigten sollen den Gedanken „Bewahrung der Schöpfung“ aufnehmen und vertiefen.

Zum Abschluss des dreijährigen Programms werden die Ergebnisse überprüft. Fällt die Prüfung positiv aus, so werden der Kirchengemeinde das ECO MANAGEMENT AND AUDIT SCHEME (abgekürzt EMAS) sowie der GRÜNE GOCKEL verliehen.

Umwelt-Team

Dienstags, 20 Uhr im Clubraum.

Unsere externe Validierung wurde vom Prüfer am 17.02.2017 unterzeichnet.
Wir danken dem Umweltteam herzlich für alle intensive Arbeit!
Wir suchen dringend Verstärkung im Team - wer kann sich für die Umwelt stark machen?

Kontakt: W. Binder, Tel. 45840.

Handy-Sammelaktion

Die „Handy-Aktion: fragen. durchblicken.handeln“ des Difäm und seiner Partner aus Kirche und Zivilgesellschaft geht weiter und wird nun auch vom Land Baden-Württemberg unterstützt. Neben Sammelaktionen haben bereits 300 Veranstaltungen mit mehr als 6.000 Teilnehmenden an Schulen und Gemeinden mit dem „Fair Trade Town-Label“ stattgefunden.

Auch die Stephanusgemeinde macht weiter und beteiligt sich an der Handy-Sammelaktion: ab 18. Mai stehen Sammelbehälter bereit, bis zum Beginn der Sommerferien.

Unser Tipp: Das Großreinemachen sparsamer gestalten:

Eine Milliarde Euro geben die Deutschen jährlich für Putzmittel aus. Doch oft wird mehr verwendet als nötig. Der BUND rät zur sparsamen Dosierung.
Mit viel Putzmittel schäumt und duftet es zwar mehr, aber sauberer wird es nicht. Im Gegenteil: die Wirkung kann sogar nachlassen, wenn das Spül- oder Putzwasser zu stark schäumt, da sich das Putzmittel dann an der Oberfläche sammelt und die Fettlösekraft vermindert wird. Das Reinigungsmittel sollte erst am Ende zugegeben und die Dosierungsanleitung der Hersteller beachtet werden. Oft reichen zwei bis drei Tropfen für mehrere Liter Wasser. Die enthaltenen Chemikalien können die Umwelt und die menschliche Gesundheit belasten.
Desinfektionsmittel enthalten oft ganze Cocktails an Substanzen, die Allergien und Hautreizungen auslösen können. Besonders problematisch sind Biozide, die zu Antibiotikaresistenzen führen können. Je spezieller ein Reinigungsmittel, desto schädlicher ist es. Ein Allzweckreiniger, möglichst unparfümiert und ohne Konservierungsstoffe und ein Essig- oder Zitronenreiniger reichen meist aus und können schädliche WC Reiniger ersetzen.

Wilhelm Binder.

Quelle: BUND-Newsletter.

Augen auf beim Blumenkauf!

Ein Umwelt-Tipp vom „Grünen Gockel“:

Viele von uns wissen es nicht, und die, die es schon gehört haben, mögen es fast nicht glauben:
Nach den Niederlanden ist Kolumbien das zweitgrößte Blumenexportland der Welt! Am 25.11.2003 sanken auf „Aposentos Flower“, einer der vielen Plantagen rund um Bogotà, binnen weniger Minuten rund 200 Arbeiterinnen bewusstlos zu Boden. Sie alle zeigten Vergiftungserscheinungen. Ob ein einzelnes Pestizid oder ein Chemie-Cocktail dafür verantwortlich war, ist bis heute ungeklärt.
In den Wintermonaten stammt etwa jede zweite Schnittblume, die wir kaufen, aus Lateinamerika oder Afrika.
Auf den großen Blumenplantagen des Südens arbeiten rund 200.000 Menschen, darunter zwei Drittel Frauen. In der Regel schuften sie für einen Hungerlohn und ohne Festanstellung.
Durch den ungeschützten Umgang mit Pestiziden kommt es zu Allergien und allerlei Krankheiten bis hin zum Krebs. Auch Kinderarbeit kommt vor.
Was wir da tun können? Augen auf beim Blumenkauf!

Umweltfreundliche Ideen für das perfekte Weihnachtsgeschenk vom „Grünen Gockel“

Viele Geschenke landen unbenutzt irgendwo. Manches Kinderspielzeug hält nicht mal bis Silvester durch. Und wer an den Feiertagen das Geschenkpapier entsorgen möchte, steht häufig vor überquellenden Containern. Dabei ist es ganz leicht, seinen Lieben eine umweltfreundliche Freude zu machen.
Viele Geschenke kommen sogar ohne Müll aus: Wie wäre es beispielsweise mit einem Gutschein für ein gemeinsames Essen oder einen Kino-Besuch, überreicht in einem selbst gemachten Umschlag aus einem alten Kalenderblatt?
Gut fürs Klima ist eine Monatskarte für den Bus oder ein Reisegutschein für die Bahn – und vielleicht steigt der eine oder die andere danach häufiger auf öffentliche Verkehrsmittel um. Garantiert gut kommen auch selbst gemachte Leckereien an, wie Pralinen, „Gutsle“ oder Marmelade.

Annette Herrgott

Die Stephanus Gemeinde ist re-validiert

Die Dokumente können als pdf Datei heruntergeladen werden.

 

Re-Validierungsaudit vom 14. 11. 2012

Umwelterklärung der evangelischen Stephanusgemeinde Tübingen

Der grüne Gockel empfiehlt

Kaufen Sie vor allem regionale Produkte zum Beispiel Äpfel, Birnen, Pflaumen, Karotten, Lauch oder Blumenkohl und berücksichtigen Sie die Saisonzeiten, denn kürzere Transportwege vermindern den Energie- und Rohstoffverbrauch.

Oikocredit – Geld anlegen für mehr Gerechtigkeit Als engagierte Christinnen und Christen sind wir aufgerufen zu Gerechtigkeit, Frieden und zur Bewahrung der Schöpfung beizutragen.
Bei der letzten Aktion „Stadtradeln“ radelte die Stephanusgemeinde mit Oikocredit und war neben Weilheim-Hirschau die zweite evangelische Kirchengemeinde, die mitmachte.
Die Stephanusgemeinde ist Mitglied im Förderkreis und hat bei dieser internationalen Genossenschaft Anteile gezeichnet, die uns von Gemeindegliedern dafür zur Verfügung gestellt wurden.
Seit 15 Jahren erhalten die Investorinnen und Investoren eine jährliche Dividende von zwei Prozent. Im Zentrum steht jedoch nicht der finanzielle, sondern der soziale Ertrag.
Jetzt ist die Genossenschaft ins Schwabenalter gekommen und möchte weiterhin für eine faire Geldanlage werben.
Oikocredit ist eine der ältesten Organisationen für ethisches
Investment. Christliche Werte prägen die Genossenschaft seit ihrer Gründung durch den Ökumenischen Rat der Kirchen vor 40 Jahren. Seither vergibt Oikocredit Darlehen dort, wo wirklich Bedarf besteht: in der Realwirtschaft von Entwicklungs- und Schwellenländern.
Ob Fair-Handelsgenossenschaften auf den Philippinen, Kleinbauern in Bolivien oder Mikro-Unternehmerinnen in Uganda – alle benötigen dringend Kapital für Investitionen. Bei normalen Banken gelten sie aber meist nicht als kreditwürdig. Doch gerade sie schaffen Einkommen und sichern die Ernährung.

Informationen über Oikocredit und die Möglichkeiten der Geldanlage erhalten Sie bei der Geschäftsstelle des Oikocredit Förderkreises Baden-Württemberg e.V. in Stuttgart, Tel. 0711.120005-0 oder unter www.oikocredit.de - und bei Annette Herrgott, Tel. 36 78 53 bzw. unter aherrgot@supra-net.net

Strom und Warmwasser durch Sonnenenergie

PV-Anlage auf Kindergarten und Pfarrhaus. Auf dem Pfarrhausdach ist ganz hinten die Solaranlage zu sehen.

Seit Sommer 2011 haben wir eine Photovoltaikanlage auf den Flachdächern unseres Stephanuszentrums installiert. 

Die Anlage liefert ca. 22 kWp und speist jährlich Strom im Wert von rund 6.200 Euro ins Netz. Möglich wurde das durch Darlehen verschiedener Gemeindeglieder, die aus dem Erlös der Stromeinspeisung in den nächsten Jahren zurück bezahlt werden können.

Und das Pfarrhaus bekam eine Solaranlage für das Warmwasser in den Sommermonaten. Warum?

Damit im Sommer die große Heizungsanlage des ganzen Zentrums abgeschaltet werden kann, die dann nur für das Warmwasser im Pfarrhaus in Betrieb gehalten werden musste.

Durch diese Maßnahmen haben wir im Jahr 2011 ein Drittel weniger Gas verbraucht als noch im Jahr 2010. Wir sind gespannt, ob sich der Einspartrend hält und fortsetzen lässt.

Beschlüsse des KGR vom 23.11.2010

„Lieber die Kirche im Winter deutlich weniger heizen, Wolldecken anbieten und sogar beheizbare Kirchenbänke aufstellen, als Energie verschwenden wie bisher!"
Vielleicht könnte so die Erkenntnis aus einem Abend im Stephanus-Gemeinde-Zentrum zusammengefasst werden, zu dem das Umweltteam eingeladen hatte.

Unsere Stephanuskirche verbraucht durch die träge Fußbodenheizung viel Energie. Aber wir möchten nicht beitragen zum Klimawandel, zum Schaden des Lebens zukünftiger Generationen.
Was können wir tun, um ein "gutes ökologisches Gewissen" zu bekommen?

Wir haben uns festgelegt.

Wir achten
- auf die Verflechtung zwischen Theologischer Besinnung und nötigem
praktischen Handeln zur Bewahrung der Schöpfung,
- auf den Erhalt der Artenvielfalt in der Umgebung des Stephanuszentrums
durch geschärftes Wissen von Jung und Alt und Liebe zu den Mitgeschöpfen,
- auf ganz praktische Energiefragen des Zentrums wie die "Winterkirche": wir feiern unsere Gottesdienste in den Wintermonaten Januar bis März im gemeindesaal - allerdings spätestens zur Karwoche sind wir wieder in der Kirche.

Umwelt-Leitlinien der Stephanus-Kirchengemeinde Tübingen

  1. Die Schöpfung leidet unter der harten Herrschaft des Menschen. Als Christen haben wir den Geschöpfen zu dienen und sie teilnehmen zu lassen an der Freiheit der Kinder Gottes (Brief an die Römer, Kap. 8, V. 19-21).
  2. Das bedeutet: Die Mitwelt nutzen und schützen, den Garten Gottes bebauen und bewahren (1. Buch Mose, Kap. 2, V. 15).
  3. Verantwortung zeigen für die Bewahrung der Schöpfung ist eine unverzichtbare und dauerhafte Aufgabe der ganzen Kirche – kein saisonales Projekt.
  4. In der Stephanusgemeinde können wir diese Aufgabe erfüllen, indem wir ernsthaft versuchen, umweltgerecht und zukunftsfähig zu leben, zu feiern, zu denken, zu wirtschaften und zu investieren.
  5. Mit einem konkreten Umweltprogramm verstärken und systematisieren wir das. Dabei geht es gleichermaßen um veränderte Verhaltensweisen und um sinnvollere Technik. Das Spektrum der Handlungsmöglichkeiten ist groß.
  6. Kommunikation über unser verändertes Verhalten und Wirtschaften ist wichtig; sie ist Teil der kirchlichen Verkündigung, so wie umgekehrt Theologie und Verkündigung ein Teil unseres Umweltprogramms sind.
  7. Wir wollen die Zusammenarbeit mit anderen Kirchengemeinden, mit der Kommune und mit bürgerschaftlichen Initiativen suchen und vertiefen.

September 2008