Ein virtueller Besuch in der Stephanuskirche

Blick aus Osten

Schön, dass Sie sich für unsere Stephanuskirche interessieren!

Sie ist tagsüber in der Regel geöffnet und bietet denen Raum, die in ihr Stille und Einkehr suchen.

 

Auf dieser Seite und beim virtuellen Rundgang durch die Kirche können Sie über Geschichte, Botschaft, Architektur und Innenausstattung der Kirche einiges erfahren.

 

Unsere Stephanuskirche ist auf einer kleinen Bergnase gebaut und weithin sichtbar. Der fast 37 m hohe Turm ragt als modernes Wahrzeichen der Weststadt in den Himmel.

Das Kirchenschiff erinnert in seiner Form tatsächlich an den Bug eines großen Schiffes. Auch wenn die Meinungen über die Außenansicht weit auseinander gehen - wir lieben unsere Kirche  und sind gerne hier zuhause mit unserem Glauben und in guter, offener Gemeinschaft vieler Menschen!

 

Warum unsere Kirche diesen Namen des ersten Märtyrers trägt, steht am Eingang der Kirche mit folgender Inschrift zu lesen:

 

Dass Liebe und hingebender Dienst

mächtiger sind als Hass

dafür stehe

im Gedenken an die Opfer menschlicher Schuld

im zwanzigsten Jahrhundert

diese Kirche als Zeichen

im Namen des ersten Zeugen

der Liebe und des Leidens Jesu Christi

Stephanus

 

Mit diesem Vermächtnis wurde die Kirche am Stephanustag (26. Dezember) im Jahr 1968 eingeweiht. Die Inschrift wurde gestaltet vom weltbekannten Künstler Ulrich Henn,

Wir nehmen die Person und das Wirken des Stephanus als Verpflichtung:

In Apostelgeschichte 6 - 8 wird erzählt, dass er in der Gemeinde in Jerusalem mit anderen zusammen zuständig war für die sozialdiakonische Verantwortung einer christlichen Kirche: Niemand soll zu kurz kommen, auch nicht die (damals klassisch sozial schwachen) Gruppen der Witwen und Waisen. Durch sein Eintreten für den Glauben an Jesus Christus wurde er zum ersten Märtyrer unserer Kirche.

 

Wir sind deshalb als Stephanusgemeinde einerseits sozialdakonisch wach und versuchen in unserer Weststadt diese Verantwortung wahrzunehmen. Andererseits treten wir bewusst ein für Religionsfreiheit und gegenseitige Achtung im Gespräch zwischen Menschen, Völker und Religionen. Wir halten das Gedenken an die Märtyrer für wichtig, damit sich Ausgrenzung, Feindschaft und Ermordungen nicht wieder ereignen.

 

Besonders gedenken wir auch an die Opfer des jüdischen Volkes und der jüdischen Religion in der Zeit des nationalsozialistischen Deutschland.

Wir haben für unsere Kirche fünf Gedenksteine aus dem Tübinger Denkmal Synagogenplatz erworben, weil die Erinnerung an das Versagen der Kirche im Dritten Reich vor Ort mit dieser Verpflichtung unserer Kirche einhergeht.

Die Gedenksteine sind "eingebaut" in die Gebetsmauer der Stillen Ecke, wie ein ständiges Gebet vor Gott.