Grüß Gott und herzlich willkommen in der
Evangelischen Stephanusgemeinde Tübingen!

Schritte zum gemeinsamen Leben in der Gemeinde sind möglich.

Unsere Kirche ist wie immer tagsüber für einzelne Besucher*innen geöffnet.
Seit 10. Mai dürfen wir wieder Gottesdienste feiern, wenn auch mit Einschränkungen.
Mehr Informationen zu den Vorschriften aufgrund der Pandemie lesen Sie auf der Seite "Aktuelles" und zum Plan der Gottesdienste auf der Seite "Gottesdienste".

Bleiben Sie behütet auf allen Wegen und zuhause!
Mit herzlichen Segenswünschen,
Ihr Pfr. Ulrich Zeller

Andacht zum Pfingstfest, 31. Mai / 1. Juni 2020

Wir feiern unsere Andacht im Namen Gottes, der uns erschaffen hat, im Namen Jesu Christi, der uns mit seinem Evangelium beschenkt hat, und im Namen und in der Erwartung des Heiligen Geistes, der uns gegeben ist. Amen.

Das Pfingstfest steht unter dem Leitwort aus Sacharja 4, Vers 6:
Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.

Wir beten eine moderne Übertragung zu Psalm 112:
Halleluja! Wohl dem, der den HERRN fürchtet
und Freude hat an seinen Geboten!
Du wolltest glücklich sein:
Kräftig, heiter, aufrecht;
Du wolltest gute Arbeit, gut wohnen, etwas Geld.
Du wolltest, dass dich die Leute nett finden,
dass du geliebt wirst und deine große Liebe findest.
Du wolltest Kinder kriegen, gesunde, schöne.
Das alles wolltest du. Wer nicht?

Willst du auch gut sein und verlässlich,
treu und gerecht, mitfühlend und barmherzig?
Eine düstere Sache ist die Welt.
Aber da sind Menschen des Lichtes!
Gierig, grausam, selbstsüchtig dieser und jener.
Aber da sind Menschen, die geben und teilen.
Da ist Böses, unbändig Böses, unaufhaltsam;

Aber da sind Menschen, die Böses durchbrechen.
Da sind Worte gesprochen, die wirken zum Guten.
Sie stärken dein Herz und schärfen dein Gewissen.
Da ist Gottes Geist, der dich erfüllt,
der dich leitet und deinen Geist erneuert.
Ein böser Mensch wird niemals glücklich.
Denn das Böse wird nicht für immer bleiben.
Halleluja! Wohl allen, die sich auf den Herrn verlassen,
Wohl allen, die aus seinem Geist leben. Halleluja!

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Gebet und stilles Gebet
Deinen Geist erbitten wir, Heiliger Gott!
Wir erbitten ihn, damit wir dein Wort verstehen,
damit wir Orientierung und Wegweisung finden
und das Evangelium Jesu Christi bezeugen können
in Wort und Tat.
Deinen Geist erbitten wir, Heiliger Gott,
damit wir erkennen, was wir selbst falsch gemacht haben,
damit wir um Vergebung bitten und den nötigen Neubeginn;
damit wir die bösen Mächte in dieser Welt erkennen und ihnen entgegenstehen können;
damit wir und alle Welt neu werden in Liebe und Hoffnung,
in Gerechtigkeit und Frieden.
Deinen Geist erbitten wir, Heiliger Gott,
damit wir mit dem Himmel dich loben und preisen,
damit wir mit der Welt dir klagen, was deine Barmherzigkeit sucht,
damit wir unser eigenes Leben und das Schicksal der Welt
in deinen Händen geborgen wissen.
In der Stille bringen wir vor dich, was uns jetzt besonders bewegt.
STILLE
Komm, Gott, Schöpfer, Heiliger Geist.
Entzünde in uns das Feuer deiner göttlichen Liebe. Amen.

(Schriftlesung: 1. Kor. 12, 4 – 11)

Mögliches Lied: 130,1-3+5 O Heilger Geist, kehr bei uns ein…

Predigttext zum Pfingstmontag: Joh. 20, 19-23
19 Am Abend des ersten Tages der Woche, da die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch!
20 Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen.
21 Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
22 Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den Heiligen Geist!
23 Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.

Gott schenke uns ein Herz für sein Wort
und ein Wort für unser Herz.

Liebe Gemeinde,
der Gegensatz zwischen Predigttext und Alltag könnte kaum größer sein:
Bei Johannes der Predigttext, in dem der Auferstandene seine Jünger anbläst, ihnen den Geist Gottes einhaucht und ihnen seinen Frieden als Geschenk und als Auftrag übergibt.
In unserem Alltag im Frühjahr und Sommer 2020 dagegen die panische Angst vor jedem Atemstoß anderer Leute, dazu Ungeister verschiedenster Sorten, die dazu bei vielen alles andere als Frieden bewirken. Statt Frieden gibt es zunehmend Streit und Rechthaberei, Hetze und Aufbegehren.
Nicht nur, das sei nicht vergessen. Aber viel zu viel Unfrieden.

Ich stelle mir vor, wie das war, an diesem Tag, vom frühen Morgen an bis zum Abend in diesem Haus.
Johannes berichtet in seinem Evangelium, dass Maria Magdalena frühmorgens die erste Zeugin des leeren Grabes war; sie schlägt Alarm, holt Petrus und Johannes, die sich davon überzeugen, dass das Grab leer ist. Aber noch hat niemand den Auferstandenen gesehen.
Die zwei Jünger gehen heim.
Maria bleibt und begegnet den zwei Engeln. Frau, warum weinst du? – wird sie gefragt. Sie klagt ihr Leid: Sie haben meinen Herrn weggenommen! Von einer Auferstehung ist noch nicht die Rede.

Dann dreht sie sich um, meint den Gärtner zu sehen, der sie ebenfalls fragt: Frau, was weinst du, wen suchst du?
Maria wiederholt ihre Klage und Frage: Sag mir, wo du ihn hingelegt hast, dann will ich ihn holen.
Was will diese Frau mit der Leiche ihres geliebten Meisters?
Ihn nochmals umarmen, so tot wie er ist? Verzweifelt und leergebrannt in ihrer Hoffnung, ihrem Glauben, ihrer Liebe?

Erst als Jesus sie anspricht: Maria – da erkennt sie ihn: Rabbuni, mein Meister!
Sie darf ihn nicht berühren. Wie gerne hätte sie ihn umarmt, seine Lebendigkeit gespürt. Aber Jesus schickt sie zu den anderen. Und nun kommt die Botschaft, die alle gleichermaßen elektrisiert wie in Furcht versetzt:
Ich habe den Herrn gesehen, und das hat er zu mir gesagt.

Diese Auferstehungsgeschichte war am gleichen Morgen.
Der Evangelist Johannes betont: Was jetzt folgt, war am Abend dieses ersten Tages der Woche.
Stunden sind inzwischen vergangen. Die Jüngerinnen und Jünger sind zusammengelaufen, sie treffen sich, schließen sich ein, weil sie Angst haben vor dem Hass der Mächtigen.
Sie fragen sich, was das zu bedeuten hat, wie es jetzt wohl weitergeht. Vielleicht beten manche, wie Jesus mit ihnen gebetet hatte.

Jesus kommt in ihr verschlossenes Haus. Friede sei mit euch!
Diesen Gruß kennen sie von Jesus, er hatte es mehr als einmal zu ihnen gesagt. Aber sie haben eine lange Leitung. Noch ist in ihren Köpfen und Herzen nicht angekommen, was sie erleben.
Jesus zeigt ihnen die Wundmale, und jetzt begreifen sie es.
Was Maria ihnen gesagt hatte am Morgen, das ist wahr.

Sie werden froh. Ein kleiner Satz mit viel Bewegung.
Ich stelle mir vor, dass die einen lauthals weinen und lachen, weil sich die ganze Spannung löst; andere stammeln und beten und loben Gott; anderen hat es die Sprache verschlagen, aber sie umarmen sich – und in diesen Tumult hinein spricht Jesus ein zweites Mal: Friede sei mit euch.
Da kommen sie zur Ruhe, konzentrieren sich auf ihren Meister, diesen Jesus, der sie jetzt mit einer fast unglaublichen Geste gleich dreifach beschenkt.
Die Geste: Er bläst sie an. Ins Gesicht, in ihre Herzen, in ihren Geist. Das dreifache Geschenk dabei: Er spricht ihnen seinen Frieden zu, er gibt ihnen seinen Geist und den Auftrag, Sünden zu vergeben.

Johannes zeichnet für uns eine Szene, durch und durch mit göttlicher Vollmacht:
Die Schöpfungsgeschichte in 1. Mose 2 steht Pate. Gott bläst dem aus der Erde geformten Adam seinen Odem in die Nase – und dadurch erwacht Adam zum Leben, wird eine hebräisch näphäsch, eine Seele.

So auch hier in dieser Pfingstgeschichte des Johannes:
Wie dieser erstarrte, ängstliche Haufen der Jünger*innen an diesem Abend lebendig wird, das erinnert an die Schöpfung, an Gottes Geistkraft, die alles Leben durchatmet.
Johannes erzählt uns bewusst von einer Neuschöpfung der Gemeinde durch den Geist; und diese Neugeburt hatte Jesus angekündigt im Nachtgespräch mit Nikodemus in Kapitel 3 bei Johannes.
Entsprechend hat dieses dreifache Geschenk göttliche Autorität:
Den Frieden bekommen sie, diesen Urgrund aller gelingenden und glücklichen menschlichen Existenz, diesen Urgrund allen Mutes und aller Vollmacht in der Verkündigung des Evangeliums, diesen Urgrund der Liebe und Barmherzigkeit Gottes, wenn sie in uns wirksam sein sollen.
Den Frieden bekommen sie zugesprochen, mit den Worten Jesu aus den Abschiedsreden: Nicht den Frieden, den die Welt gibt, sondern seinen Frieden, der die Welt überwunden hat.
Und so erleben diese Jesusleute, wie tief sie durch diesen Geist Jesu erfasst werden, und dadurch tief verwurzelt sein können im Vertrauen auf den lebendigen Gott und diesen Jesus, den auferstandenen Christus, der den Tod hinter sich gelassen hat und einen Himmel öffnet, den es sonst nicht gibt.

Den Geist Gottes bekommen sie, diese Urkraft des Lebens und der Lebendigkeit, Urkraft der schöpferischen Liebe und Phantasie, Urkraft in der Versöhnung und Freude. Auch im Geschenk des Geistes steht die Schöpfungsgeschichte Pate, diesmal die für uns erste in 1. Mose 1, die aber rund 500 Jahre später aufgeschrieben wurde:
Der Geist Gottes brütet über dem Tohuwabohu, und brütet das Leben aus. Dann sieht Gott sah an alles, was sein kreativer Geist erschaffen hatte – und siehe, es war gut; und es war sehr gut.
Diesen Geist bekommen sie, und mit ihm die Heiligung ihres Lebens, weil sich der Heilige Gott selbst austeilt, verschenkt, sich ihnen anvertraut für ihr Zeugnis in Wort und Tat.

Und sie bekommen einen Auftrag, der uns bei Mt und Lk als Missions- und Sendungsauftrag bekannt ist. Johannes beschreibt den Erfolg der Verkündigung als Vergebung der Sünden. Wer Jesus erkennt als den Christus, den von Gott Gesandten, der eins ist mit Gott, hat die Vergebung der Sünden gewiss. Wer den Jünger*innen glaubt, sich von ihrem Geist berühren lässt, wer diesen Frieden für sich annimmt, dem sind die Sünden erlassen.
Wer die Verkündigung nicht annimmt, bleibt mit dem alten Gesicht und alten Herzen zurück. Wo der Geist Gottes und der Frieden Gottes keine offenen Türen finden, können sie nicht wirksam werden. Deshalb redet Jesus davon, dass Menschen ihre Sünden behalten. Wichtig ist: Nicht die Jünger*innen entscheiden, ob sie Sünden vergeben wollen oder nicht. Sie kommen mit der Verheißung, dass es geschieht; aber sie können es nicht erzwingen. Wer ihrer Botschaft nicht der Herz und den Geist öffnet, wer lieber die alte Identität behält, sich verschließt, behält auch diese Sünde, Jesus nicht zu erkennen.
Es ist nicht ganz einfach, diese Gedankenwelt zu verstehen. Von diesem Geheimnis spricht Jesus schon vorher in Joh. 3.
Im Gespräch mit Nikodemus sagt Jesus: Wer an den Sohn glaubt, wird nicht gerichtet. Wer nicht an ihn glaubt, ist schon gerichtet. Wir könnten es schlichter übertragen: Wer an Jesus glaubt, gehört zu ihm. Wer nicht an ihn glaubt, hat den Himmel verpasst. Mit diesem Auftrag und in dieser Vollmacht verkündigen wir das Evangelium.
Und wir haben die Verheißung: Wo der Geist Jesu und der Friede Jesu einkehren, geschieht Großes.
Da geschieht eine große Befreiung, eine Entlastung, ein Neubeginn. Eine Auferstehung, mitten im Alltag eines Menschen.

Liebe Schwestern und Brüder,
dass wir miteinander lachen und weinen, beten und singen, auf Gottes Wort und das Evangelium hören, uns austauschen, gegenseitig bestärken und trösten, begleiten und füreinander beten – das alles gehört zu unserer Gemeinschaft in Jesus Christus. Nicht als Beiwerk, sondern als Ausdruck des einen Geistes, der uns verbindet.
Darum empfinden wir auch die erzwungene Distanz als schmerzlich. Und freuen uns besonders an dem, was möglich ist.
Dass wir den Frieden feiern und uns gegenseitig den Frieden Christi zusprechen, besonders in der Feier des Abendmahls, das ist nicht belanglos oder überflüssig. Es gehört zu unserer Berufung als Jünger*innen Jesu. Die Feier des Abendmahls ist keine unwichtige, schmückende Beigabe unseres Glaubens, sondern ein zentrales Element in der Feier unseres Glaubens.
Dass wir in diesen Monaten kein Abendmahl feiern können, ist für viele eine Not. Im Abendmahl lassen wir uns stärken mit diesem Frieden, der uns geschenkt ist und den wir verkündigen.

Und weil wir diesen Frieden brauchen, sprechen wir uns nachher diesen Frieden zu – als hätten wir das Abendmahl gefeiert. Und wer mag, kann zuhause beim Mittagessen zum Beginn ein kleines Stück Brot nehmen, es für sich alleine oder mit anderen am Tisch brechen, wie Jesus es tut, an die anderen denken, die uns am Herzen liegen als Schwestern und Brüder, und an alle, denen wir den Frieden des Himmels wünschen in dieser kranken Welt.
Und mit einem kleinen Stück Brot könnt Ihr daran denken, dass der Friede Christi keine Pause macht.
Vielleicht ist es eine kleine Geste, die Euch stärkt. Entscheidet es selbst. Kleine Gesten des geteilten Lebens und des geteilten Glaubens haben ihre Kraft.
Und wenn wir im Geist und im Frieden unsere Kirche anschauen:
Wir müssen nicht so tun, als wären wir eine pfingstlich oder charismatisch geprägte Kirche, aber wir dürfen nie vergessen, dass auch uns der Geist des Pfingstfestes bewegen kann und will und dass unsere Charismen, unsere Gaben gefragt sind.
Wir tanzen nicht ekstatisch durch die Kirche, aber wir dürfen die tanzenden und brennenden Herzen für unseren Herrn Jesus Christus nicht kleinreden.
Wenn uns der Wind dieser Welt ins Gesicht bläst, halten wir stand und zeigen, dass der Raum in uns, wo Entscheidungen fallen, von Gottes Geist besetzt ist.
Wir werden uns auch weiterhin einmischen, wenn wir sehen, dass das Leben, wie Gott es haben will für diese Welt, mit Füßen getreten und zerstört wird.
Wir werden auch weiterhin Menschen zur Versöhnung mahnen und für den Frieden beten.
Wir werden weiterhin das Feuer der Gerechtigkeit nähren, denn diese Sorte Feuer arbeitet gegen die vielfältigen Klimaveränderungen in dieser Welt, in der Luft, an den Arbeitsplätzen, in den Elendsvierteln und in den Herzen der Menschen, für ein anderes Klima und ein anderes Gesicht dieser Welt.
Wir werden weiterhin diesen Jesus Christus verkünden, nicht aufdringlich und schon gar nicht mit Gewalt, aber mit diesem Frieden und in seinem Geist.
Amen.

Mögliches Lied: 133, 1+2+5 – 7 Zieh ein zu deinen Toren…

Fürbittengebet
Heiliger Gott,
zum Pfingstfest bitten wir um deinen Geist!
Lass uns Menschen sein, die für dich offen sind,
in der Erwartung, dass du uns leiten und gebrauchen willst,
zu Deiner Ehre und zum Wohl und Heil dieser Welt.
Wir rufen dich an: Komm, Heiliger Geist.

Zum Pfingstfest bitten wir dich, dass die Einheit deiner Kirche wächst in aller Welt, um die brennenden Herzen in der Nachfolge Jesu, um die gegenseitige Liebe als Schwestern und Brüder, um Phantasie, Mut und Weisheit für unser Tun und Lassen.
Wir rufen dich an: Komm, Heiliger Geist.

Zum Pfingstfest bitten wir dich um die Erneuerung dieser ganzen Welt durch deinen Geist.
Nicht die Heere oder militärischen Gruppen mit ihren Waffen sollen diese Welt beherrschen; auch nicht die destruktiven Mächte und Kräfte in den Köpfen und Herzen der Menschen; nicht die böse Hetze und der Hass auf den Straßen und in den sozialen Netzwerken. Hilf du zur Einsicht und Umkehr, zur Sehnsucht nach Frieden und Versöhnung.
Wir rufen dich an: Komm, Heiliger Geist.

Zum Pfingstfest bitten wir dich um die gute Kraft zur besseren Bewahrung deiner Schöpfung. Dein Geist, dein Atem hat diese Welt ins Leben gerufen. Lass nicht zu, dass wir deine Schöpfung beschädigen und zerstören und dich vergessen im Jagen nach immer mehr.
Hilf uns, Wege zu finden, wie wir neu anfangen können, auch jetzt nach dieser Krisenzeit.
Wir rufen dich an: Komm, Heiliger Geist.

Zum Pfingstfest bitten wir dich für alle, die für ihr eigenes Leben die Kraft deiner Auferstehung brauchen.
Für die Kranken bitten wir um Genesung, für die Sterbenden um die Hoffnung, die sie ins ewige Leben trägt,
für die Traurigen um deinen Trost in Jesus Christus,
für alle, die verzweifelt, allein oder mutlos sind, um den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.
Und wir bitten für alle, die in der Medizin und in der Pflege, in Therapie und Seelsorge anderen beistehen, dass du sie stärkst und behütest.
Wir rufen dich an: Komm, Heiliger Geist.

In der Stille bringen wir vor dich, was uns besonders bewegt.
STILLE
Wir rufen dich an: Komm, Heiliger Geist.

Heiliger Gott, Dir allein gebührt Ruhm, Ehre und Anbetung,
jetzt und allezeit, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Wir beten, wie Christus uns gelehrt hat:
Vater unser im Himmel…

Wir sprechen einander den Friedensgruß zu:
Friede sei mit dir! (Der Friede Christi sei mit dir!)
Und auch mit dir!
Amen.

Liedstrophe: 133, 8 Du Herr, hast selbst in Händen…

Mit herzlichen Segenswünschen und Grüßen,
Ihr Pfarrer Ulrich Zeller

Veranstaltungen

  • Meldungen aus der Landeskirche

  • 02.06.20 | Bibelmuseum: neue Sonderausstellung

    Das Stuttgarter Bibelmuseum „bibliorama“ hat am Pfingstsonntag die Sonderausstellung "Ungleiche Paare - auf der Suche nach dem richtigen Leben" eröffnet und nimmt damit wieder den vollständigen Museumsbetrieb auf.

    mehr

  • 01.06.20 | July: „Kein Hass gegenüber Fremden“

    Zum Tag der weltweiten Kirche setzt der württembergische Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July an Pfingstmontag ein Zeichen gegen Rassismus, Ausbeutung und Unterdrückung. „Gott selbst kam in Jesus Christus als Fremder in diese Welt“, macht July in seiner Predigt beim Gottesdienst in der Stiftskirche deutlich.

    mehr

  • 31.05.20 | „Gott tröstet immer (noch)“

    In seiner Andacht zu Pfingsten teilt Pfarrer Thorsten Eißler seine Gedanken zu Umbrüchen, zu den Jüngern Jesu beim ersten Pfingstfest und zu Corona. Geblieben ist, so macht er deutlich, der göttlichem Beistand, der Trost in schwierigen, traurigen und verunsichernden Zeiten gibt.

    mehr