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Evangelischen Stephanusgemeinde Tübingen!

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Liebe Gemeindeglieder, liebe Leserinnen und Leser!

Sie sehen Maria und Joseph im Licht ihrer Erwartung. Die Krippenfiguren aus Chile sind ein kleines Arrangement für diesen letzten Stephanusboten, den ich Ihnen schreibe.

Drei Gedanken verbinde ich damit:
1. Unsere Verbundenheit mit der Kindertagesstätte in Quilmes/Buenos Aires ist für uns ein großes Geschenk. Wir geben Spenden dorthin und beten in vielen Gottesdiensten für die Geschwister dort und für ihre Arbeit unter den ärmsten Familien. Wir bleiben aber nicht einseitig die Gebenden. Oft konnten wir aus Quilmes hören, dass Jesus Christus ihnen die Kraft gibt, für Gerechtigkeit einzustehen, und dass sie in ihrer Gemeinschaft einen starken Halt haben. Indem wir an ihren Sorgen und Herausforderungen teilhaben, werden wir auch von ihrem Glaubensmut und ihrer Hoffnung auf Veränderung gestärkt.
2. Eine Krippe aus Südamerika steht stellvertretend auch für die Krippen in anderen Ländern und Kulturen. Maria, Joseph und auch das Jesuskind wechseln das Aussehen, je nach Land und Kultur. Jesus wird den Afrikanern ein Afrikaner, den Indern ein Inder. Es gibt rund um die Welt Christinnen und Christen, die unseren Glauben teilen und für uns Schwestern und Brüder sind. Das ist eine klare Botschaft für alle, die rassistische Gedanken verbreiten und mit engen Horizonten sich selbst und anderen schaden möchten.
3. Die Figuren werden vom Licht angestrahlt. In der Malerei wurde das von verschiedenen Künstlern meisterhaft in Szene gesetzt. Hier liegt das Christkind noch nicht in den Armen der Mutter. Aber schon die Erwartung, dass das Licht der Welt geboren wird als Mensch unter Menschen, gibt uns einen hellen Schein in die Herzen.

So wünsche ich Ihnen eine gesegnete Adventszeit in der Erwartung, dass das Kind in der Krippe Licht bringt in diese Welt, ein frohes Christfest und Gottes Geleit auf allen Wegen!

Ihr Pfarrer Ulrich Zeller

Veranstaltungen

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