Liebe wahlberechtigte Gemeindeglieder!

 

 

 

 

Wichtige Entscheidungen stehen bevor in den nächsten sechs Jahren, sowohl in unserer Stephanusgemeinde als auch in der Gesamtkirchengemeinde:

  • Spätestens Anfang 2021 wird eine Nachfolgerin bzw. ein Nachfolger auf der Pfarrstelle zu wählen sein. Welche Persönlichkeit, welche Begabungen, welche Impulse wünscht sich die Gemeinde und ihr Leitungsgremium?
  • Die Beheimatung vieler Gemeindeglieder in unserer Kirche schwindet. Die ältere Generation zeigt oft noch eine große Treue zu ihrer Gemeinde und Kirche. Eine dringende Aufgabe der Gemeinde und des Kirchengemeinderats wird sein, die jüngere Generation zu verstehen und Wege zu ihr zu finden.
  • Veränderungen in der Gesamtkirchengemeinde werden durch die landeskirchlich vorgegebenen Kürzungen von Pfarrstellen und durch die schwächer werdende Finanzkraft nicht ausbleiben. Welche Schwerpunkte kirchlicher Arbeit sollen gestärkt werden? Was muss aufgegeben werden, vielleicht schweren Herzens? Wir waren in den letzten Jahren bereits öfters an diesen Fragen dran, und sie werden wiederkommen.

Unsere zwölf Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich Ihnen in diesem Wahlprospekt vor. Wir danken den acht Frauen und vier Männern, die sich zur Kandidatur bereit erklärt haben, um unsere Gemeinde verantwortlich zu leiten. Sie bringen viel Zeit und Liebe mit für ihr Amt.

Es bleibt bei zehn zu wählenden Mitgliedern. Wir haben die Anzahl so belassen, wie es zur letzten Kirchenwahl 2013 beschlossen war. Mit zwölf Personen haben wir mehr Kandidat*innen, als unbedingt nötig sind. Das ist nicht mehr selbstverständlich.

Darum bitten wir Sie herzlich:
Nehmen Sie an unserer Kirchenwahl teil, zeigen Sie Ihre Verbundenheit mit Ihrer Kirche und stärken Sie dem zukünftigen Kirchengemeinderat für die Herausforderungen der nächsten sechs Jahre den Rücken!

Mit herzlichen Grüßen,

Ulrich Zeller   Irmgard Lang
Pfarrer          1. Vorsitzende

Die Kandidatinnen und Kandidaten der Kirchenwahl stellen sich vor

Michaela Braun

Erzieherin, Heilpädagogin, im KGR seit 2017
Verheiratet, 3 Töchter, Friedrich-Dannenmann-Straße 61/1

Mitglied im Flohmarktteam

Die Stephanusgemeinde bedeutet für mich Heimat, in der ich mich sehr wohl und angenommen fühle.
Sie bietet eine Vielzahl schöner Begegnungen und wirkt durch ihre Kreise und Gruppen einladend für viele Menschen. Der Gemeindearbeit kommt eine wichtige Bedeutung durch die Vermittlung von christlichen Werten wie Nächstenliebe, Toleranz, und dem achtsamen Umgang miteinander und der Schöpfung zu. Einen großen Schatz sehe ich dabei in den vielen Jugendmitarbeitern, in Kinderkirche und Jungscharen, die mit Freude und Begeisterung unseren jüngsten Nachwuchs am aktiven Gemeindeleben anstecken.
Im Kirchengemeinderat möchte ich mich dafür einsetzen, dass unsere Gemeinde weiter offen und vielfältig bleibt und es ein gutes Miteinander von Jung und Alt gibt.
Ich möchte Bewährtes erhalten und gleichzeitig offen sein für neue Gottesdienstformen, die Kooperation mit anderen Gemeinden in der Gesamtkirchengemeinde weiterentwickeln, sowie die Präsenz der Stephanusgemeinde im Tübinger Westen stärken.

Jan Bronger

SAP-Berater (IT-Projekte, Datenverarbeitung), im KGR seit 2017
51 Jahre, Verheiratet, 1 Kind, Friedrich-Dannenmann-Straße 20

Durch meine Mitarbeit im Kirchengemeinderat möchte ich die Zusammenarbeit stärken, sowohl innerhalb unserer Stephanusgemeinde als auch darüber hinaus:
Ich möchte innerhalb der Gemeinde das Zusammenwirken von Alt und Jung fördern, sowie in der Tübinger Gesamtkirchengemeinde die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Gemeinden, vor allem mit der Jakobus- und der Stiftskirchengemeinde.
Gern übernehme ich Verantwortung nicht nur für Beschlüsse und damit verbundene Anschaffungen für unsere Gemeinde, sondern auch für die Wahl des neuen Pfarrers oder der neuen Pfarrerin. Diese Entscheidung steht in der neuen Wahlperiode an.
Dabei gilt es, die passende Persönlichkeit zu finden, mit der die Stephanusgemeinde eine einladende, offene und bunte Gemeinde bleibt. Damit Menschen unterschiedlicher Herkunft und Alters sich in ihr wohlfühlen. Christliche Werte sollen ein Gegengewicht bilden zum heute stark ausgeprägten Leistungsdenken.

Armin Ernst

Vorsitzender Richter einer Jugendkammer am Landgericht Tübingen
53 Jahre, Verheiratet, Stöcklestraße 39/4

Ehrenamtliches Engagement, die Arbeit mit Menschen für andere Menschen bedeutet mir sehr viel. Seit 32 Jahren engagiere ich mich daher in der Freiwilligen Feuerwehr Tübingen und bin Fachgebietsleiter Recht im Landesfeuerwehrverband. Im Sinne des Apostels Paulus, wonach jeder Christ entsprechend seiner Begabung zum Dienst an der Gemeinde aufgerufen ist, möchte ich für die Stephanusgemeinde arbeiten und in den nächsten Jahren an deren Gestaltung mitwirken, denn ich habe der Gemeinde viel zu verdanken. Besondere Anliegen dabei sind mir die Förderung der sozialen Gerechtigkeit als Voraussetzung für ein gedeihliches Zusammenleben, ein verantwortungsvoller Umgang mit der Schöpfung und ein interessantes Gemeindeleben mit Angeboten für Jung und Alt, wie etwa ein monatlicher Mittagstisch im Gemeindehaus oder Spielnachmittage, um miteinander ins Gespräch zu kommen und sich für die Belange anderer Gemeindemitglieder zu interessieren.

Ingeborg Haug

Wissenschaftlich Angestellte an der Universität Tübingen, Dozentin für Botanik, im KGR seit 2010
60 Jahre, verheiratet, 3 Kinder, Otto-Erbe-Weg 49

Mitglied in der TSG und Leichtathletik-Vereinigung Tübingen
Mitarbeit im Asylarbeitskreis Weststadt

Die Stephanusgemeinde ist für mich ein Ort der Begegnung, der Geborgenheit und der Gemeinschaft. Ich kandidiere wieder für den KGR, weil ich möchte, dass sich viele Menschen in der Stephanusgemeinde angenommen und aufgenommen fühlen, Ruhe und Kraft finden in anstrengenden und schwierigen Situationen, dankbar zurück blicken können auf schöne Tage und Jahre, getrost und mit Zuversicht dem nächsten Tag und der Zukunft entgegen gehen können. Als Kirchengemeinderätin will ich dazu beitragen, dass alle ihre Gaben und Fähigkeiten einbringen können. Ich bin offen für gelebte Ökumene und für den Dialog mit anderen Religionen und freue mich auf ein buntes Miteinander.

Anette Herrgott

Religionspädagogin i.R.
72 Jahre, Mathildenstraße 11

Mitglied im Umweltteam der Stephanusgemeinde
Sprecherin der Regionalgruppe Oikocredit Tübingen
Mitarbeit bei der Bezirksgruppe OFFENE KIRCHE

Durch meine Mitarbeit in verschiedenen Gruppen wird mein Anliegen für „Gerechtigkeit – Frieden – Bewahrung der Schöpfung“ deutlich. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass diese Themen in der Stephanusgemeinde weiterhin bedacht werden und die Gemeinde auch weiterhin eine offene und lebendige Gemeinde für alle Gruppierungen unserer Gesellschaft bleibt und sie eine Heimat finden, so wie ich auch.

Karin Krauß

Familienfrau, Verkäuferin auf dem Wochenmarkt
48 Jahre, verheiratet, 2 Kinder, Friedrich-Dannenmann-Straße 61

Seit mehreren Jahren bin ich im Kinderkirch-Team unserer Gemeinde.
Ich sehe, außer den Gottesdiensten, vor allem das vielfältige Angebot für Jung und Alt und das "musikalische Profil" als sehr wichtige Bestandteile unserer lebendigen Gemeinde.
Deshalb will ich nun im KGR daran mitarbeiten, uns diese Vielfalt zu erhalten, damit unsere Kirchengemeinde ein wertvoller Ort der Begegnung bleibt.

Sarina Niemann

Alltagsbegleiterin
48 Jahre, Geschieden, 2 Kinder, Hagellocher Weg 16

Den Entschluss mich zur Wahl zur Kirchengemeinderätin aufstellen zulassen fasste ich, weil ich in der Gemeinde etwas mitbewegen möchte, manchmal kann ein frischer Wind ganz nützlich sein.
Ich gehe gerne in unsere Kirche, daher auch mein Interesse an der Gemeinde. Mir ist es wichtig, zu einer aktiven und lebendigen christlichen Gemeinde beizutragen und diese zu fördern.

Angelika Pflugfelder

Krankenschwester, im KGR seit 2001
54 Jahre, Verheiratet, 2 Kinder, Köllestraße 9

Das Miteinander unterschiedlicher Menschen und Gruppen sowie die Vielfalt der Kirchenmusik in unserer Gemeinde zu erhalten und zu stärken sind für mich wichtige Anliegen.
Einer meiner Arbeitsschwerpunkte liegt in der Vertretung der Stephanusgemeinde in den Gremien der Gesamtkirchengemeinde Tübingen. Dort geht es mir, auch in Zeiten struktureller Veränderungen, vor allem darum, sozialdiakonisches Wirken und christliche Nächstenliebe im Blick zu behalten.

Sandra Rampf

Krankenschwester
47 Jahre, Verheiratet, 2 Kinder, Charlottenstraße 18

Seit über einem Jahr gehöre ich zum Flohmarktteam unserer Gemeinde. Der Flohmarkt ist ein wunderbarer Ort der Begegnung in unserer Gemeinde zwischen Alt und Jung und ein gemeinsames Miteinander mit unseren Jugendmitarbeiter/innen und unseren Konfirmand*innen.
Diese christliche Gemeinschaft mit unserer Jugend möchte ich in den kommenden Jahren pflegen, stärken und die Jugend in ihrem Engagement unterstützen. Sie sollen spüren , dass ihre Arbeit und sie selbst ein wichtiger Teil unserer Gemeinde sind.
Auch ist es mir wichtig, dass unsere Gemeinde ein Ort der Zusammenkunft ist, wo jeder herzlich willkommen ist.

Elisabeth Schlumberger

Rentnerin, im KGR seit 2001
70 Jahre, verheiratet, 3 Kinder, 3 Enkel, Gösstraße 88

Mitarbeit in Kirche am Markt

Unsere Stephanusgemeinde soll -wie bisher auch- einladend sein für Groß und Klein und das Erlebnis der vielfältigen Gemeinschaft Freude machen.
Wichtig sind mir die Seniorenarbeit, der Besuchsdienst und vielerlei Kontakte und gute Nachbarschaft in der Weststadt (z.B. mit BI Weststadt, Sportverein, Stadtteiltreff).
Ich setze mich dafür ein, dass wir die Aufmerksamkeit für Menschen “am Rande der Gesellschaft“ behalten. Nicht zuletzt ist mein Anliegen auch die Förderung der Kirchenmusik.

Johannes Schütt

IT-Berater
33 Jahre, Verheiratet, Aischbachstraße 9

Ich fühle mich nach 5 Jahren in der Stephanusgemeinde „daheim“ und möchte als Mitglied des
Gemeinderats helfen, sie fit für die Zukunft zu machen und insbesondere die zu erwartende Vakanz
sowie die anstehende Auswahl eines neuen Pfarrers und den damit einhergehenden Wandel aktiv
und kritisch begleiten. Dabei möchte ich gern Chancen, die sich auftun, nutzen – etwa in Hinblick
auf die Gemeindearbeit mit Familien und Kindern – ohne gleichzeitig mit schönen Traditionen zu
brechen. Mir ist es wichtig, dass wir uns weiterhin mit der Frage auseinandersetzen, welche
Angebote am besten dazu geeignet sind, um die Gemeinde trotz allgemeinen Mitgliederschwunds
der Kirchen attraktiv zu halten. Aus theologischer Sicht erfreue ich mich in den Gottesdiensten an der toleranten und pragmatischen Alltagsnähe, was ich gern insbesondere in Bezug auf die
Neubesetzung der Pfarrstelle erhalten möchte.

Tobias Sinner

Gärtner, im KGR seit 2007
35 Jahre alt, verheiratet, 2 Kinder, Schleifmühleweg 87

Ich bin ein "Kind unserer Stephanusgemeinde", in ihr aufgewachsen und groß geworden. So wie jetzt meine Kinder in ihr aufwachsen.
Mir ist wichtig, dass wir alle mit dem biblischen Bild bei Paulus ein Leib sind mit vielen Gliedern, und dass jede und jeder mit den eigenen Gaben und Möglichkeiten sich stark macht für das Reich Gottes mitten unter uns.
In der Gesamtkirchengemeinde gibt es gerade spannende Kooperationen mit unseren Schwestergemeinden. Dabei stellt sich oft die Frage, welche Kooperationen und Ausrichtungen in der Zukunft für unsere Kirche und Gemeinde wichtig sind. Altes und Gewohntes möchten wir bewahren, wo es gut ist und gleichzeitig offen sein für Neues und die Herausforderungen in der heutigen Zeit. Dazu will ich meine Zeit und Kraft einbringen, im festen Vertrauen auf Gott.

Die wichtigsten Hinweise zur Wahl am 01. Dezember 2019

  • Unser Wahlraum im Gemeindesaal des Stephanuszentrums ist von 11 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.
  • Wir laden Sie am Wahltag ein zu Kaffee, Tee und Hefezopf!
  • Die Briefwahlunterlagen haben Sie erhalten. Sie sehen auf dem Merkblatt, was Sie bei der Briefwahl beachten müssen. Besonders wichtig ist es, dass die Rückseite der Wahlbenachrichtigungskarte ausgefüllt und unterschrieben ist, und dass der Wahlbrief rechtzeitig zur Post gebracht oder in den Briefkasten des Pfarramts eingeworfen wird. Er muss spätestens am 01.12. um 18 Uhr beim Ortswahlausschuss bzw. Pfarramt eingegangen sein. Verspätete Wahlbriefe bleiben ungeöffnet und sind ungültig.
  • Schreiben Sie bitte keinen Absender oder Kommentare auf einen Stimmzettel. Sie riskieren damit, dass er ungültig wird. Das gilt für die Wahl zum KGR wie zur Landessynode.
  • Die Auszählung der Stimmen ab 18 Uhr und die Bekanntgabe des Wahlergebnisses geschehen öffentlich.